17. Dezember 2008
Whynachzkalender
Aus Schokolade habe ich dieses Jahr keinen. Auch sonst nix, was zu solchem Behufe an der Wand hängt. Aber es gibt einen von dem Herrn Knäckeboot, der ist besser als alle, die ich je gesehen habe. Jeden Tag ein kleiner Geniestreich! Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle!
15. Dezember 2008
Auto-Update
Auto fahren ist zwar angesichts unglaublich gefallener Benzinpreise und ebenso unglaublich gestiegener Bahnpreise (mit welcher ernstzunehmenden Berechtigung eigentlich, Mehdorn?!) wieder attraktiver geworden, bleibt aber natürlich ansonsten in jeder Hinsicht völlig uncool.
Aber ein Auto-Update bei WordPress wäre schon äußerst cool. Ging bisher bei meinem Blog wegen Hosteurope nicht. Eine Einstellung wegen tmp-directory funktionierte nicht und ich fand keine Hinweise, wie man das umgehen könnte. Bis heute.
Hier steht, wie’s geht.
2. Dezember 2008
Das Wort zum Mittwoch
Bereits morgens um viertel nach acht hat man den Eindruck, es würde schon wieder dunkel. Die Straßenbeleuchtung, vor allem die matschig orangene, braucht gar nicht abgeschaltet zu werden. Der naßkalte Himmel hängt deprimierend auf den vorwhynachtlich gestreßten Gemütern.
Mir macht das aber mal gar nichts. Ich mag diese vorfreudige Trübsinnigkeit, dieses (un)heimliche Wissen um all das Jauchzen und Frohlocken, das da ganz bald wieder sein wird. Geschenke kaufen, bei Bieling Kalenderrohlinge kaufen und wieder staunen, wie teuer die sind, nur um dann hinterher festzustellen, daß sie letztes Jahr schon genauso teuer waren. Und dann Geschenkpapier kaufen, Kalender basteln, Geschenke einpacken. Und all das, Sie wissen schon.
Morgen soll es wieder schneien. Da freuen wir uns schon drauf. Alles so schön weiß. Erstmal. Sauschade nur, daß diese Freude immer von so kurzer Dauer ist. Und dann ist wieder nur Automatsch und überfrierende Nässe und man muß als Radfahrer wieder ununterbrochen um sein Leben fürchten.
Aber wem erzähl ich das – und überhaupt: egal, ich tu es gern. Ich mag den Winter, das Tapsen im Dunkeln, die Unsicherheit auf glattem Untergrund, am liebsten natürlich meine Fußstapfen in jungfräulichem Schnee, gern aber auch meine Fahrradreifenspuren mitten im Automatsch, das erregende Geruchsgemisch aus verkohlter Currywurst, verbrannten Mandeln und verkochtem Glühwein, das frohlockende Gedudel all der sogenannten Whynachzlieder, das den Verkauf ankurbeln soll.
All das, Sie kennen das ja.
All das ist immer noch besser als das tiefe Loch, in das man dann Anfang Januar fällt. Wenn der letzte Sekt getrunken, der letzte Böller verballert und das letzte Lichtlein am Whynachzbaume ausgeblasen ist und die große endlose trostlose Winteröde einen überfällt und es noch sooo lange bis zum Frühling ist.
Denkt man immer. Stimmt aber auch gar nicht. Denn Mitte Januar werden die Tage schon wieder länger und die Vögel fangen, wenn auch sehr allmählich, wieder an zu singen – und überhaupt: Dunkelheit ist auch gemütlich und sorgt dafür, daß man zusammenrückt und es sich drinnen nett macht. Auch Fernsehgucken macht ja nun nur im Dunkeln wirklich Spaß.
Nach all den Jahren ist man sogar irgendwann so weit, daß man sich von den ganzen ewigen ÜberdasschlechteWetterJammerern nicht mehr die Laune vermiesen läßt, sondern ihnen einfach fröhlich entgegnet. Begegnet. Entgegen hält. Dagegen an lebt.
Halten Sie sich frisch und denken Sie daran: man ist immer nur so alt, wie man sich anfühlt!





